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Tipps fürs Energiesparen

Energie sparen, bares Geld sparen, CO2 einsparen

Strom

Licht ausWer auf unnötige Beleuchtung verzichtet, kann bis zu 60 Euro im Jahr sparen, Schalten Sie das Licht aus, wenn Sie es nicht brauchen. Besonders auf Fluren und in anderen selten genutzten Räumen wird das gern mal vergessen. Dabei ist diese Art des Stromsparens ganz einfach. Schließlich funktioniert sie sogar per Knopfdruck.

Geräte abschalten
Stand-by heißt nicht immer stand-by. Manchmal gehen Geräte auch in den Sleep-, Eco- oder Energiesparmodus. Gleich ist aber immer: Die Geräte schalten sich nicht vollständig ab, sondern bleiben abrufbereit – und verbrauchen somit auch Strom. Gehen Sie stattdessen in den echten Energiesparmodus und schalten Sie die Geräte, die nicht gebraucht werden, ganz ab oder ziehen sie sogar aus der Steckdose.

Kühlschrank
Lebensmittel brauchen keine Kühlschranktemperaturen um den Gefrierpunkt, um frisch zu bleiben. 7°C sind völlig ausreichend, halten Milch & Co. kühl und strapazieren nicht unnötig Klima und Geldbeutel. Für Gefrierschränke gelten übrigens -18°C als optimal. Außerdem empfiehlt es sich, diese Geräte nicht direkt neben Herd oder Heizung aufzustellen.

Wasserkessel
Ein pfeifender Wasserkessel ist zwar praktisch, aber verschwenderisch. Benutzen Sie zum Wasserkochen stattdessen einen Wasserkocher. Der kann mit einem Wirkungsgrad von 90 Prozent punkten. Wer Wasser hingegen auf dem E-Herd erhitzt, lässt Energie im wahrsten Sinne des Wortes verdampfen. Ein handelsüblicher Herd hat nur einen Wirkungsgrad von 40 Prozent.

Kochen
Benutzen Sie beim Kochen immer den passenden Deckel. So bleibt die Hitze dort, wo sie hingehört: Im Topf. Das hat gleich zwei Vorteile: Zum einen ist das Essen schneller fertig, zum anderen spart das wertvolle Energie, die sonst ungenutzt verdampft. Außerdem sollten Sie die Herdplatte nicht erst ausschalten, wenn Sie mit dem Kochen fertig sind. Drehen Sie den Schalter schon ein paar Minuten vorher auf null. Die Restwärme reicht aus, um zu Ende zu kochen.

Spülmaschinen
Spülmaschinen verbrauchen zwar weniger Wasser als das herkömmliche Abwaschen. Um von dieser Ersparnis auch wirklich zu profitieren, sollte die Maschine nur dann angestellt werden, wenn sie wirklich voll ist. Weniger Spülvorgänge bedeuten weniger Wasser- und weniger Stromverbrauch. Gleiches gilt natürlich für die Waschmaschine. Muten Sie Ihren Geräten etwas zu und nutzen Sie die Kapazitäten aus!

Wäschetrockner
Wenn Sie einmal doch nicht auf ihren Trockner verzichten können oder wollen, machen Sie ihm die Arbeit zumindest leichter. Wer die Wäsche vorher in der Waschmaschine gut schleudert und beim Trockner die Sparprogramme benutzt, verkürzt die Maschinenlaufzeit und kann so den Energieverbrauch des Trockners zumindest an der kurzen Leine halten.

 

Warmwasser

Duschen und KörperpflegeMit Sparduschköpfen und Durchlaufbegrenzern wird warmes Wasser effizienter genutzt. Die einfach zu installierende Technik optimiert den Wasserstrahl, ganz ohne Komfortverlust. Bei täglich fünf Minuten Duschen können im Jahr etwa 16.500 Liter Wasser und rund 160 Euro gespart werden.

Dichtungen prüfen
Dichten Sie breite Ritzen an Fenstern und Türen mit selbstklebenden Streifen ab! Diese sind in jedem Baumarkt erhältlich, kosten nicht viel und sind auch für den Laien leicht selbst anzubringen! Auch lohnt es, bei älteren Kühlschränken die Dichtung der Türen zu prüfen und diese gegebenenfalls zu erneuern - das spart Strom.

Alte Geräte austauschen
Bei Wasser- und Stromfressern lohnt ein Neukauf oft schon, bevor das alte Gerät den Geist aufgibt. Der hohe Verbrauch macht nicht nur den Kaufpreis wett. Auch die Energie für die Produktion des Neugeräts ist nach wenigen Jahren eingespart, wie Studien belegen. Vor allem Geschirrspüler und Waschmaschinen sind in den vergangenen Jahren deutlich effektiver geworden.

Auf Effizienzlabel achten
Auch Neugeräte können erhebliche Unterschiede bei Wasser- und Stromverbrauch aufweisen. Verbraucher sollten auf Effizienzlabel achten, die über den Strom- und Wasserverbrauch informieren. Für Geschirrspüler und Waschmaschinen gelten seit Dezember 2010 neue Label. Aber Achtung: Die alten Label mit A (statt A+++) als höchster Effizienzklasse können bis Ende 2011 ebenfalls noch verwendet werden. Für Sanitäranlagen wie Duschen und WC-Spülsysteme gibt es seit März das "WELL"-Label eines europäischen Herstellerverbandes.

Geschirr und Wäsche effizient reinigen
Geschirrspüler und Waschmaschinen sollten optimal beladen sein, üblicherweise also voll. Bei Wäsche reichen niedrigere Temperaturen dank moderner Kaltwaschmittel meist aus und senken den Stromverbrauch drastisch. Bei größerer Verschmutzung lieber länger statt heißer waschen. Dreckiges Geschirr kann vorher eingeweicht, die meiste Wäsche mit Gallseife vorbehandelt werden. Die meisten Waschmaschinen und Geschirrspüler verfügen über Wasserspartasten. Wäsche und Geschirr wird auch mit der geringeren Wassermenge sauber. Dafür sorgt ein gutes Waschmittel.

60 Grad reichen im Boiler
Generell muss warmes Wasser nicht höher als auf 60 Grad erwärmt werden. Wer die Temperatur an Boiler und Durchlauferhitzer reguliert, kann so einfach sparen. Wer einen neuen Durchlauferhitzer benötigt, sollte auf ein elektronisch gesteuertes Gerät zurückgreifen. Mit diesem kann die Temperatur des Wassers genau gesteuert werden.


Heizung

Zu hohe Heizkosten? Testen Sie es jetzt – kostenlos!"Ich kann unmöglich so viel geheizt haben", ist die häufige Reaktion von Mietern oder Wohnungseigentümern nach Erhalt ihrer Heizkostenabrechnung. Alle Interessierten können auf den Internetseiten des Deutschen Mieterbundes testen, ob ihre Heizkosten bzw. ihr Energieverbrauch erhöht oder in Ordnung sind. Dabei werden die eigenen Verbräuche und Kosten mit denen aus der regionalen Umgebung verglichen. Gleichzeitig werden Mieter über Modernisierungs- und Kosteneinsparpotentiale in dem von ihnen bewohnten Gebäude informiert.

Der Online-Heizenergiecheck des Deutschen Mieterbundes wird im Rahmen einer Kooperation mit co2online gemeinnützige GmbH betrieben. Der Heizspiegel wird vom Bundesumweltministerium im Rahmen der Klimaschutzkampagne unterstützt. Weitere Infos sowie den kostenlosen Heizkostencheck finden Sie auf www.mieterbund.de.

Die richtige Raumtemperatur wählen
Mit jedem Grad weniger sparen Sie rund sechs Prozent Heizkosten. Im Wohnzimmer sind 20 Grad, im Schlafzimmer 16 Grad ausreichend. Nachts und bei längerer Abwesenheit kann die Temperatur weiter gesenkt werden.

Effizient lüften
Zwei bis vier Mal sollten Sie täglich lüften, um Schimmel zu vermeiden. Dabei sind die Fenster ganz zu öffnen und nicht nur zu kippen. Je wärmer es draußen ist, desto länger ist zu lüften. Faustregel: Liegen die Temperaturen unter dem Gefrierpunkt, genügen drei bis fünf Minuten, sonst zehn bis 15 Minuten. 

Fenster sollten nicht auf „Dauerkipp“ gestellt werden. Hier entstehen unbemerkt die höchsten Wärmeverluste. Bis zu 200 Euro pro Heizsaison kann der Mieter allein durch die Vermeidung von dauerhaft angekippten Fenstern einsparen. Außerdem wird so ein Auskühlen der Räume und des Mobiliars vermieden.

Wärme im Raum halten
Nach Einbruch der Dunkelheit sollten Sie Vorhänge schließen und Rollläden herunterlassen. So bleibt die Wärme im Raum. Vor allem bei älteren Fenstern werden die Kunststoffdichtungen porös und damit undicht. Sorgen Sie für Ersatz oder füllen Sie die Spalten mit Gummi- oder Schaumdichtungsband.

Heizkörper entlüften
Wenn Ihre Heizkörper gluckernde Geräusche machen, sollten Sie mal kräftig durchlüften. Denn Luft im Heizkreislauf sorgt für eine eingeschränkte Leistung. Lassen Sie mit einem Entlüfterschlüssel so lange Luft entweichen, bis das Ventil zu tropfen beginnt. Mieter können den Hausmeister darum bitten.

Heizanlage regelmäßig prüfen lassen
Falsch eingestellte Brenner oder Verunreinigungen durch Ruß verursachen unnötig hohe Heizrechnungen. Hauseigentümer sollten sich zusätzlich zur regelmäßigen Wartung auch über einen hydraulischen Abgleich informieren. Damit wird die Heizanlage optimal eingestellt.

Auf versteckte Kosten achten
Die Nebenkosten machen meist zehn bis zwanzig Prozent der Heizkosten aus – und werden oft anstandslos hingenommen. Dabei fallen für Ablesen, Wartung und Betriebsstrom der Heizung oft zu hohe Kosten an. Beim Überprüfen hilft Ihnen ein Heizgutachten von www.heizspiegel.de, das es derzeit kostenlos gibt.

Für Durchblick sorgen
Energiesparen fällt deutlich leichter, wenn man den Verbrauch überblickt. Ein praktisches Hilfsmittel dafür ist das Energiesparkonto. Das kostenlose Online-„Haushaltsbuch“ auf www.energiesparcup.biz bewertet Ihren Verbrauch, zeigt Sparpotenziale auf und dokumentiert Erfolge beim Energiesparen.