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Neuer Mietspiegel für KÖln vorgestellt

Der neue Mietspiegel für Köln weist Steigerungen bis 60 Cent pro Quadratmeter bzw. in einzelnen Baualtersklassen bis knapp mehr als 5,5 % aus

Am 31.01.2019 wurde in einer Pressekonferenz der neue Kölner Mietspiegel (Stand Januar 2019) vorgestellt. Hierbei wurden Daten aus ca. 23.800 Mietverträgen hinzugezogen und ausgewertet, wobei Neuvermietungsmieten und Mieten aus bestehenden Mietverhältnissen, die an das allgemeine Mietniveau angepasst wurden, Berücksichtigung gefunden haben. Der neue Mietspiegel weist Steigerungen in einzelnen Baualtersklassen bis knapp mehr als 5,5 % aus. Die einzelnen Anhebungen in den Baualtersgruppen bewegen sich dabei bis zu 60 Cent pro Quadratmeter. Entsprechende Erhöhungen sind besonders bei Wohnungen festzustellen, die über eine besondere Ausstattung verfügen. Insbesondere in älteren Baualtersgruppen ist aber nicht nur eine Stagnation, sondern vereinzelt eine Senkung der Mietpreise zu verzeichnen. Dies betrifft insbesondere Wohnungen der Baualtersgruppe 2, somit solche, die zwischen 1961 und 1975 bezugsfertig worden.

Die befürchtete generelle dramatische Erhöhung bleibt daher zum Glück aus. „Köln bleibt weiterhin zu teuer, aber die 2015 eingeführte Mietpreisbremse scheint wenigstens bei Wohnungen älteren Datums zu einer moderaten Verlangsamung des Mietenanstiegs zu führen“, so Hans Jörg Depel, Geschäftsführer des Mietervereins Köln. Trotzdem täuschen die Zahlen im neuen Mietspiegel nicht darüber hinweg, dass insbesondere bei Neuvermietungen Mieten gefordert werden, die deutlich über dem Mietspiegel liegen. Deshalb ist es für Durchschnittsverdiener, die umziehen müssen, nahezu aussichtslos, auf dem äußerst angespannten Wohnungsmarkt eine Wohnung zu bezahlbaren Konditionen zu finden.

Ziel sei es deshalb nicht nur, dass die Mieten selbst bezahlbar bleiben, sondern dass endlich auch ausreichend Wohnraum geschaffen wird. Depel fordert daher, dass in Köln vorhandene Fläche endlich auch als Bauland ausgewiesen wird. Mit einer Nachverdichtung allein sei es nicht getan, schließlich gingen Prognosen davon aus, dass in Köln bis zum Jahr 2040 bis zu 180.000 Menschen mehr leben. Daher müsse nicht nur der freifinanzierte Wohnungsbau angekurbelt werden, sondern auch der öffentlich geförderte Wohnungsbau. Schon jetzt habe die Hälfte der Kölner Bevölkerung einen Anspruch auf einen Wohnberechtigungsschein.