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Aufgespießt

Starke Stücke

Küche, Bad und renitenter Mieter

Berlins „renitentester Mieter“ – Sven Fischer aus der Kopenhagener Straße 46 im Prenzlauer Berg – muss nun offenbar unfreiwillig als Werbefigur herhalten. In einer Verkaufsanzeige für das 38-Quadratmeter-Zimmer, das Fischer bewohnt und von dem aus er seit über sechs Jahren gegen den Auszug kämpft, versprach ein Makler kürzlich dem „unerschrockenen Anleger die einmalige Gelegenheit, eine durch Film, Fernsehen und Internet halbwegs bekannte Wohnung mit dem von der Presse als Berlins ‚renitentesten Mieter’ titulierten Bewohner zu erwerben“. Der Käufer werde allerdings „ein dickes Fell brauchen“ und müsse sich auf rund ein Jahrzehnt Wartezeit einstellen, bis er Fischer erfolgreich gekündigt haben werde, hieß es weiter.

155.000 Euro sollte das Zimmer kosten, das ist bei den derzeitigen Quadratmeterpreisen fast schon günstig. So billig wie Fischer werden neue Mieter aber ganz bestimmt nicht darin wohnen können: Während der 49-Jährige, der sich mit allen rechtlichen Mitteln gegen den Auszug, endlose Bauarbeiten und diverse Schikanen wehrt, 4,51 Euro Kaltmiete pro Quadratmeter zahlt, lockt der Makler potenzielle Käufer mit einem später einmal zu erzielenden Quadratmeterpreis von 18 Euro. Ob das Angebot, ein „authentisches Exemplar eines Prenzelbergers live zu erleben“, beim Verkauf hilft, ist trotzdem fraglich – Fischer jedenfalls will sich auch weiterhin nicht kleinkriegen lassen.

Wo ist die Tür?

In London sind die Mieten noch weit höher als in München oder Frankfurt. Wohnungssuchende müssen also mit dem vorliebnehmen, was ihnen angeboten wird. Als kürzlich auf dem britischen Internetportal SpareRoom die Anzeige für ein Zimmer auftauchte, das keine Tür zu haben schien, ging das vielen Internetnutzern aber doch zu weit.

662 Euro sollte das „gemütliche, helle Doppelzimmer“ in der Londoner Innenstadt kosten – ein wahres Schnäppchen für die angepriesene Lage nahe der Liverpool Street. Nur fehlte eben die Tür. Auf den zugehörigen Fotos, die den Raum von allen Seiten zeigten, war kein Ausgang zu sehen. Im Internet wurde wild spekuliert, wie man das Zimmer wohl betreten oder verlassen könne: Durchs Fenster? Durch den Schrank? Gab es etwa einen Ausstieg per Dachluke?

Komplett ließ sich das Rätsel nicht lösen, die Anzeige wurde gelöscht und der Vermieter äußerte sich nicht. Am wahrscheinlichsten ist jedoch die Theorie, dass der Kleiderschrank auf Rollen vor der Tür steht, so dass diese auf den Fotos nicht zu sehen war. Wer gerne Möbel rückt, hat da sicher seinen Spaß, alle anderen sollten die Finger davon lassen.

Exotische Tiere auf dem Reiterhof

Eine Reiterhofbesitzerin aus Trebsen (Sachsen) hielt auf ihrem Gelände offenbar nicht nur Pferde. Bei einer Razzia entdeckten die Behörden unter anderem drei besonders geschützte Rhesusaffen, ein Zwergseidenäffchen sowie mehrere Papageien, einige Schildkröten, Frettchen, ein Streifenhörnchen sowie eine Nebelkrähe. Für die Affen und einen Papagei lagen keine der vorgeschriebenen Artenschutznachweise vor, andere Tiere seien in schlechtem gesundheitlichen Zustand gewesen, sagte Oberstaatsanwalt Ricardo Schulz der Nachrichtenseite TAG24. Die Tiere wurden beschlagnahmt.

Die Besitzerin wehrt sich gegen die Maßnahme und will einen Anwalt einschalten. Sie habe die Affen bereits vor vielen Jahren von einem Zirkus übernommen. Angezeigt haben soll den Privatzoo übrigens ihre eigene Tochter – wohl als Rache nach einem Streit.

Bienen blockieren den Ausgang

Ein Mann in Bergheim bei Köln wollte seinen Sohn aus der Kita abholen, als er einen großen Bienenschwarm vor der Eingangstür seines Wohnhauses bemerkte. Nur 45 Minuten hatten die fleißigen Insekten gebraucht, um ein Nest von der Größe eines Autoreifens zu bauen. Die Menge der krabbelnden und fliegenden Tiere, die schmerzhaft stechen können, wenn sie sich bedroht fühlen, beunruhigte den Mann so sehr, dass er sich nicht aus dem Haus traute. Die herbeigerufene Polizei informierte schließlich das Ordnungsamt und das fand einen Imker, der den Schwarm einfangen konnte. Der kleine Sohn hatte Glück – sein Papa kam laut Medienberichten noch rechtzeitig zur Kita.