Interesse, Fragen, Beratungsbedarf?
Rufen Sie uns an: 0221.202 37-0

Jetzt Mitglied werden

Hohe messlatte

Kommentar

Die Messlatte liegt hoch. 1,5 Millionen Wohnungen will die große Koalition in ihrer vierjährigen Amtszeit bauen. Das heißt: Jahr für Jahr müssen 375.000 neue Wohnungen fertiggestellt werden. Im letzten Jahr waren es gerade mal 284.816. Die bisherigen Vorschläge reichen bei weitem nicht, um dieses Ziel zu erreichen.

Das neue Baukindergeld führt nicht dazu, dass in den Großstädten mehr gebaut wird. Einfamilien- und Reihenhäuser, die sich Familien mit normalem Einkommen leisten können, entstehen nicht im Zentrum der Ballungsräume. Die Familien bauen draußen auf dem Land. Für Familien geeignete Eigentumswohnungen lassen sich in der Stadt auch mit dem neuen Baukindergeld kaum finanzieren – zumal zu erwarten ist, dass das Baukindergeld die Preise nach oben treibt.

Zwei Milliarden Euro wird die Bundesregierung den Ländern auch in den Jahren 2020 und 2021 zur Verfügung stellen. In diesem Jahr sind es wie im Vorjahr 1,5 Milliarden Euro. Nächstes Jahr sind es 500 Millionen Euro weniger. Statt mehr Sozialwohnungen werden zukünftig weniger bewilligt werden können.
Eine Änderung der steuerlichen Abschreibungsmöglichkeiten führt nur dann zu mehr bezahlbaren Wohnungen, wenn die Mieten gedeckelt werden. Ohne Mietenbegrenzung stecken die Investoren das Steuergeschenk ein und bauen weiter teuer und exklusiv.

Da muss schon deutlich mehr kommen, wenn sich die Bundesregierung 2021 an ihren Versprechen messen lassen will.