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Mieterverein statt Gericht

Kommentar

Die aktuelle Prozessstatistik des Deutschen Mieterbundes (siehe die Seiten 22/23 in dieser Ausgabe) für das Jahr 2018 zeigt, die bundesdeutschen Mieterinnen und Mieter sind keine „Prozesshanseln“, sie wollen nicht wegen jedes Wohnungs- oder Mietproblems gleich vor Gericht ziehen. Seit Jahren sinkt die Zahl der Mietrechtsprozesse, von 2017 auf 2018 um 0,75 Prozent, seit 1996 um insgesamt ganze 35 Prozent.

Das ist vor allem der guten Arbeit der vielen Mietervereine, die im Deutschen Mieterbund zusammengeschlossen sind, zu verdanken. Denn auch sie sind keine „Prozesshanseln“, 97 Prozent der Fälle, die ihnen zur Klärung vorgelegt werden, landen gar nicht erst vor Gericht. Mit dieser Bilanz und dank ihrer erfahrenen Rechtsberaterinnen und Rechtsberater können die Mietervereine als größte Streitschlichter und Verbraucherschützer auf dem Gebiet des Mietrechts gelten.

Sie beraten nicht nur umfassend und genau, sondern analysieren auch Unterlagen, erledigen Schriftverkehr und sind vor allem immer für die Mieterinnen und Mieter da. Kaum vorstellbar, wie Mieter, die in Sachen Wohnung gegenüber dem Vermieter erst einmal am kürzeren Hebel sitzen, ohne die Mietervereine zu ihrem Recht kämen. Und wie viele Probleme sich so lange hochschaukeln würden, bis sie vor Gericht landen würden. Zum Glück ist das nur ein Gedankenspiel, deshalb an dieser Stelle ein großes Dankeschön an die Beraterinnen und Berater in den Vereinen!