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Aufgespießt

Starke Stücke

Videobeweis

Die Kreativität auf Vermieterseite treibt in einzelnen Fällen bemerkenswerte Blüten. So berichtet Stuttgarts Mietervereinschef Rolf Gaßmann in einem Gespräch mit den Stuttgarter Nachrichten von einem Vermieter, der in einem Mietvertrag einen digitalen Beweis der erledigten Kehrwoche forderte. Andernfalls würde er einen Teil der beim Einzug bezahlten Kaution einbehalten.

Stoffwechselendprodukte

Die Haltung von Pferden im Außenbereich ist nichts Besonderes. Sie sei hinzunehmen, urteilte kürzlich das Verwaltungsgericht Mainz (Az: 3 K 289/17.MZ) und wies damit die Klage einer neu zugezogenen Nachbarin ab, die Genehmigung für die Errichtung eines Pferdestalls zu widerrufen. Das Gericht gab der Klägerin gleichzeitig zu bedenken, dass die vom Nachbargrundstück ausgehenden Geruchsbelästigungen ungleich größer seien, wenn die Nachbarin auf dem Grundstück statt der Pferdeställe Rinder- und/oder Schweinemast im großen Stil betriebe.

In der Klageschrift hatte die Nachbarin detailliert die ihrer Meinung nach unzumutbaren Zustände auf dem Nachbargrundstück geschildert. Die Futterplätze der Tiere befänden sich an der Grenze zu ihrem Grundstück. Die Besitzerin sammele die „Stoffwechselendprodukte“ der Rösser nicht jeden Tag auf. Eingesammelt würden sie auf einen Anhänger verbracht, der ebenfalls an der Grundstücksgrenze abgestellt sei. Das stinke zum Himmel und zögen Fliegen und Ratten an.

Panzer und Queen sollen weg

Seit 30 Jahren wohnt der Brite Gary Blackburn mit seiner Frau in Deutschland. Er betreibt einen Baumpflegedienst. Auf dem Grundstück, das seiner Frau Monika gehört, hat er zusätzlich ein kleines Freilichtmuseum mit dem Namen „Little Britain“ errichtet. Die britischen Kuriositäten, darunter ein 52 Tonnen schwerer Centurion-Panzer, englische Autos, die Hütte des Robin Hood, die Queen oder auch Palast-Wachsoldaten, ziehen tausende Besucher an.

Doch jetzt soll Schluss sein mit „Little Britain“. Die Kreisverwaltung Neuwied fordert – mangels Baugenehmigung – die Entfernung der Ausstellungsstücke. Der Eigentümerin drohen hohe Zwangsgelder bei Nichtverfolgung der Verfügung. Der Brite will Widerspruch einlegen und seine Bemühungen, die nötigen Genehmigungen von den Behörden zu bekommen, fortsetzen. Klappt das nicht, droht er mit dem persönlichen Brexit. Er geht zurück nach Britannien und überlässt den Betrieb seinen Kindern.

Hängende Gärten in Shanghai

In Shanghai (China) wird auf dem Gelände der Weltausstellung 2010 ein architektonisch interessantes Projekt gebaut. Auf einer Fläche von 300.000 Quadratmetern entstehen Gebäude mit mehr als 400 Balkonen, auf denen rund 1.000 Bäume gepflanzt werden. Das Projekt entlang des Suzhou Creek im Putuo District in der chinesischen Millionenstadt ist nahezu fertiggestellt. Ende nächsten Jahres soll der Komplex bereits fertig sein. Geplant hat ihn der britische Architekt Thomas Heatherwick. Vergleiche mit den mythischen hängenden Gärten von Babylon, eines der sieben Weltwunder, sind vom Architekten und den Investoren durchaus gewünscht.

Abgeschafft

Nach Kritik von Amazon und anderen Firmen hat Seattle die neue Jobsteuer zur Bekämpfung der Obdachlosigkeit wieder abgeschafft. In einer kurzfristig anberaumten Sitzung kippte der Stadtrat das Vorhaben wieder. Stadträtin Kshama Sawant, die treibende Kraft hinter der neuen Steuer, sprach von einem „Verrat im Hinterzimmer“. Die Rücknahme des Vorhabens sei hinter ihrem Rücken eingefädelt worden.

Luxusbleiben verdient im Minutentakt

Während Otto Normalverbraucher drei bis vier Monate im Jahr für ihre Jahresmiete im Büro oder in der Werkstatt schwitzen oder acht bis zehn Jahreseinkommen für ihr eigenes Haus hinblättern müssen, reichen den hochdotierten Fußballstars oft wenige Spielminuten, ihr Zuhause zu finanzieren. Ganze acht Minuten stand Brasiliens Top-Stürmer Neymar Junior in der letzten Saison auf dem Rasen, um seine Jahresmiete in Höhe von 168.000 Euro für sein Domizil in Paris zahlen zu können. 20.604 Euro pro Spielminute verdient der Top-Spieler. Für die ganze Saison sind das 36,84 Millionen Euro.

Die Zahlen ermittelte das Unternehmen Weissmaler für insgesamt elf weltbekannte Fußballer. Neymar ist der einzige, der zur Miete wohnt. Die anderen besitzen millionenteure Villen, deren Kaufpreise sie in wenigen Saisonspielen erspielt haben. Gerade mal 492,36 Minuten muss Lionel Messi (FC Barcelona) für seine 5,8 Millionen Euro teure Villa in Barcelona auf dem Platz stehen. Cristiano Ronaldo brauchte 533,31 Minuten Spieleinsatz, um sein Anwesen in Madrid (5,4 Millionen Euro) zu bezahlen. Toni Kroos (Real Madrid) stand knapp 800 Minuten, also weniger als zehn Spiele, auf dem Platz, um sich seine 3,5 Millionen Euro teure Villa in Köln-Lindenthal zu kaufen. Mesut Özil (Arsenal) hatte nach 15 Spielen (1.369,46 Minuten) die 11,4 Millionen Euro für sein Haus in London zusammen.