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Aufgespießt

Starke Stücke

Unmoralisches Angebot

Die Mieterin kann die Wohnung bekommen, ja sogar äußerst preiswert, wenn sie einwilligt, zwei- bis viermal die Woche Sex mit dem Vermieter zu haben. Bei weniger würde der Preis steigen. Das berichtete eine 37-jährige Wohnungssuchende der Frankfurter Rundschau. Die Wohnungssuchende bricht den E-Mail-Kontakt ab. Ungewöhnlich sind solche Angebote in Großstädten nicht. Die Geschäftsführerin des Mieterbundes in Wiesbaden, Eva-Maria Winkelmann, kennt das. Sie rät jedem davon ab, auf solche Angebote einzugehen. Wenn das Mietverhältnis bereits bestehe und der Vermieter auf einmal vor der Haustür stehe und Sex verlange und nicht lockerlasse, soll man sich an die Polizei wenden, so Winkelmann.

Startverbot für Drohnen

Das Überfliegen des Nachbargrundstückes mit einem mit einer Kamera ausgestatteten Quadrokopter stellt eine Verletzung der Persönlichkeitsrechte des Nachbarn dar. Das Amtsgericht Potsdam (Az: 37 C 454/13) gab einer Unterlassungsklage des Nachbarn statt und drohte für den Fall der Zuwiderhandlung mit einem Ordnungsgeld von bis zu 250.000 Euro. „Die Handlungsfreiheit des Beklagten, seine Drohne hobbymäßig herumfliegen zu lassen, hat hinter der geschützten Privatsphäre Dritter zurückzutreten, zumal es genug Flächen und Räume gibt, in denen der Beklagte seinem Hobby nachgehen kann, ohne Dritte zu stören“, heißt es in der schriftlichen Urteilsbegründung. Im vorliegenden Fall hatte der Nachbar seinen Quadrokopter auf das Nachbargrundstück gesteuert und dabei die Nachbarin auf einer Liege im Garten gefilmt.


Toby siegt vor Gericht

Der Mischlingshund Toby darf in der Mietwohnung bleiben. Nach einem langwierigen Rechtsstreit, der sich seit dem vergangenen Oktober hinzog, urteilte das Amtsgericht Hannover (Az: 541 C 3858/15) nun zugunsten der Hundebesitzerin.

Die Mieterin hatte den schwarzbraunen Rüden im Herbst 2014 angeschafft, ohne vorher die Erlaubnis des Vermieters einzuholen. Sie klagte anschließend auf Zulassung des Hundes in ihrer Mietwohnung im zweiten Stock und brachte vor, dass sich seit dem Zusammenleben mit dem Hund ihre gesundheitlichen Probleme gebessert hätten. Nach einem Urteil des Bundesgerichtshofes können Vermieter nicht mehr generell die Tierhaltung verbieten. Jeder Einzelfall muss geprüft werden.

Der Hannoveraner Amtsrichter Marcus Hettig hatte zuletzt sieben Zeugen gehört und zu einem Ortstermin eingeladen. Unangemessene Belästigungen in Form von Lärm und Schmutz konnten bei der Ortsbesichtigung nicht festgestellt werden. Die 97 Quadratmeter große Wohnung sei auch groß genug zur Haltung eines Hundes. Hausbewohner hatten bereits während der Verhandlung ausgesagt, dass der Hund nicht störe und nur als Welpe häufiger gebellt habe.

 

Zaun durchtrennt Sportplatz

Ein Maschendrahtzaun durchschneidet den örtlichen Sportplatz in Kusey, einem Stadtteil von Klötze in Sachsen-Anhalt. Bauer Herwig Bierstedt hat den mannshohen Zaun gebaut und so ein Stück Land aus dem Sportplatz abgetrennt, das ihm seit 2013 gehört.

Der Bürgermeister der Einheitsgemeinde Klötze, Matthias Mann (CDU), hat kein Verständnis für das Verhalten des Bauern. Doch die Gemeinde trägt selbst die Schuld. Lange glaubte sie, das Problem aussitzen zu können.

Die Verwaltung wusste, dass sich der Sportplatz über einen Flickenteppich aus Grundstücken erstreckt. Nach der Wende waren die Parzellen zurück an ihre Eigentümer gegangen – mit dem Ergebnis, dass der Sportplatz heute fünf verschiedenen Eigentümern gehört. Alle verpachteten ihre Grundstücke an die Stadt. Bis im Jahr 2013 einer an den Landwirt verkaufte. Über Jahre hinweg hatte die Gemeinde Bierstedts Kaufversuche ignoriert. Die Stadt klagte nach dem Kauf gegen den Landwirt und beanspruchte das Grundstück für sich, verlor aber den Prozess beim Verwaltungsgericht Magdeburg.


Dorf zu verkaufen

West Heslerton in der Grafschaft North Yorkshire in England: Die Zeit scheint in dem Dorf, in dem 400 Menschen leben, irgendwann stehen geblieben zu sein. 43 Häuser gibt es, eine riesige Villa, einen Pub, eine Tankstelle und rund 8,6 Quadratkilometer Land. Das Dorf hat eine Kirche, einen Sportplatz und eine Grundschule.

Doch jetzt macht das Dorf Schlagzeilen. Es steht in Gänze zum Verkauf. Für 20 Millionen Pfund (24,75 Millionen Euro) kann schon bald ein neuer Gutsherr ein Stückchen England besitzen. Seit 150 Jahren ist das Dorf in Familienbesitz. Jetzt ist die letzte Eigentümerin gestorben. Die Erben wollen das Dorf loswerden. Die letzte Besitzerin Eve Dawnay galt als exzentrisch, aber auch als sehr wohlwollende Dorfeigentümerin. Sie hielt die Mieten niedrig und engagierte sich für das Gemeinwesen.