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Aufgespießt

Starke Stücke

Hilfe für Gutverdiener

Wo Mieten 4.000 Dollar und mehr im Monat kosten, kommen auch die Gutverdienenden „unter die Räder“. Im Bostoner Vorort Cambridge, Sitz zweier Eliteuniversitäten, verloste die Stadt jüngst vergünstigte Sozialwohnungen an vierköpfige Familien mit einem Jahreseinkommen bis zu 118.200 Dollar. Immer mehr Gutverdiener, die nach Maßstäben der Normalbevölkerung durchaus als Reiche gelten dürfen, werden in den USA plötzlich zu Sozialfällen. Sie können die explodierenden Mieten in San Francisco oder in New York nicht mehr zahlen.

 

Neun Kakadus

Die Stadt Geldern kann einer Vogelhalterin nicht verbieten, neun Kakadus in ihrer Wohnung zu halten. Das hat jetzt das Oberverwaltungsgericht in Münster entschieden. Damit ist eine Ordnungsverfügung, wonach die Stadt bereits vor drei Jahren verfügte, dass die Frau nur höchstens zwei Kakadus halten dürfe, aufgehoben. Das Gericht hielt es wohl mit dem Grundsatz „Ein Leben mit Tieren gehört zum Wohnen“. Nachbarn sprachen dagegen von „reinstem Terror“.

Der Streit schwelt bereits seit Oktober 2004. Damals hatte die Stadt erste Auflagen gemacht. Der Deutsche Tierschutzbund und andere Experten raten generell davon ab, Kakadus und andere Papageien in einer Wohnung zu halten.

 

„Kein allgemeines Lebensrisiko“

Wird der Mietergarten regelmäßig von Wildschweinen verwüstet, kann der Mieter vom Vermieter die Errichtung eines stabilen Zauns verlangen, urteilte jetzt das Landgericht Berlin (ZK 67). Außerdem hielt das Gericht eine Mietminderung von zehn bis 20 Prozent für angemessen.

Das Gericht stellte im Urteil fest, dass die Vermieterin verpflichtet sei, „geeignete Maßnahmen zu treffen, um das Eindringen von Wildschweinen auf das Grundstück zu verhindern“. Die Vermieterschutzpflichten erfassten nicht nur die Wohnung mitsamt der Terrasse. Auch, wenn die Wohnanlage am Waldrand liege, gehöre „das Eindringen von Wildschweinen nicht mehr zum allgemeinen Lebensrisiko“.

 

Mit dem Roboter gegen Hundekot

Den Drittklässlern der Schweinfurter Auen-Grundschule sind die vielen „Tretminen“ schon länger ein Dorn im Auge. Gemeinsam mit ihrer Klassenlehrerin und einer Mitarbeiterin der Wissenswerkstatt Schweinfurt konstruierten und programmierten sie den Schweini-Robo – einen kleinen Roboter, der Hundehaufen erkennt, aufsammelt und wegräumt. Der kommt dahin, „wo die Kacke liegt, sammelt sie auf und fährt weiter in die Waschstraße“, erklärt eine neunjährige Schülerin die Wirkungsweise des Roboters. Serientauglich und für den Straßenbetrieb geeignet ist der Roboter jedoch leider noch nicht. Die Kinder haben aber täglich neue Ideen, unter anderem eine App fürs Handy oder Solarzellen auf dem Dach des Roboters. Für den Roboter und die App erhielten die Schüler der beiden dritten Klassen den ersten Preis beim Weltretter-Wettbewerb des Zeit-Verlags.

 

 

Mama bleibt draußen

Mama bleibt draußen. Sie kann sich nicht einfach in das WG-Zimmer des Sohnes einmieten, wenn der in Urlaub ist. Selbst dann nicht, wenn sie sich um dessen Katzen und ein Meerschweinchen kümmert.

Verlässt die Mutter trotz Widerspruchs der Mitbewohner die Wohnung nicht, haben sie ein Recht darauf, die Mutter mit Polizeigewalt aus der Wohnung setzen zu lassen, urteilte das Oberlandesgericht Hamm (Az: 11 U 67/15).

Eine Studenten-WG sei „auf das Zusammenleben regelmäßig jüngerer Erwachsener in einer vergleichbaren Lebenssituation ausgerichtet“, so die Richter. Der dauerhafte Aufenthalt von Angehörigen einer anderen Generation in den Gemeinschaftsräumen sei einer Wohngemeinschaft fremd. Zudem suchten die Mitglieder einer WG neue Mitbewohner selbst aus. Das lasse es nicht zu, „einen Mitbewohner durch seine Mutter, und sei es auch nur über einige Tage, auszutauschen“. Mit dem Urteil wies das Gericht eine Schmerzensgeldklage von 1.200 Euro ab, die die Frau vom Land verlangte, weil sie sich beim Einsatz der Polizisten Prellungen und Blutergüsse zugezogen hat.

Zwangshaft angedroht

Ein großer abgedeckter Stapel Kaminholz hat das Bauamt der Stadt Potsdam auf den Plan gerufen. Vom Eigentümer, dem Betreiber eines in der Nähe liegenden Viersternehotels, verlangt die Stadt eine Baugenehmigung, weil der Stapel in einem Landschaftsschutzgebiet steht. Der Hoteldirektor spricht von Schikane. Die Stadt drohe sogar mit Zwangshaft, wenn er nicht bereit sei, den Stapel zu entfernen und die Strafe in Höhe von 1.250 Euro zu bezahlen. Die Stadt äußerte sich nicht.

Wohnen in einer Boing 727

Bruce Campbell hat sich längst daran gewöhnt, dass Menschen seine Wohnung als außergewöhnlich empfinden. Immer wieder kommen auch Journalisten vorbei, die über das ungewöhnliche Projekt berichten. Der Amerikaner wohnt seit rund zehn Jahren in einer Boeing 727. Das Grundstück, auf dem das Flugzeug steht, hat er vor mehreren Jahrzehnten für 23.000 Dollar erstanden.
In den Ausbau hat er über die Jahre hinweg Tausende von Dollar gesteckt. Weit über 220.000 Dollar sind so zusammengekommen. Viele Teile des originalen Flugzeuginventars hat er behalten oder wieder instand gesetzt. Das Cockpit, in dem Campbell sämtliche Kontrollleuchten intakt hält, hat er zu einem gemütlichen Lesezimmer umfunktioniert.